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Unternehmensverkauf

Gründe für eine M&A-Transaktion und eine Unternehmensverkauf–Beratung

M&A-Transaktionen sind ein wichtiger Bestandteil der Corporate Finance. Fast täglich können Sie neue Informationen über eine weitere Übernahme eines Unternehmens in der Zeitung lesen. Bei diesen Deals kann es sich um ein paar hundert Millionen, bis hin zu Milliarden Dollar handeln, was die Bedeutung von Unternehmensverkäufen und der Beratung noch einmal unterstreicht.

Doch was sind die Beweggründe von Unternehmen, diese Transaktionen durchzuführen? Und was bringt eine Beratung bei Unternehmensverkäufen?

Gründe für eine M&A-Transaktion

Folgende Gründe können dazu führen, dass Unternehmen ihre Konkurrenten übernehmen:

  1. Synergien
    Der häufigste Grund bei dieser Art von Transaktionen. Ein Unternehmen übernimmt oder schließt sich mit einem anderen Unternehmen zusammen, um durch die sich ergänzenden Stärken und Schwächen der beiden Unternehmen, Kosten zu sparen.
  2. Diversifikation
    Das ist der Fall bei Übernahmen von Unternehmen aus anderen Geschäftsbereichen, wodurch sich der Käufer eine Risikostreuung erhofft, da die Risiken dann auf verschiedene Geschäftsbereiche verteilt sind.
  3. Wachstum
    Der Käufer erhofft sich durch die Übernahme einen erhöhten Marktanteil ohne selber dafür arbeiten zu müssen. Zum Beispiel muss er selber keine neuen Produkte entwickeln.
  4. Unabhängiger von externen Zulieferern werden
    Bei der Übernahme eines Zulieferers spekuliert der Käufer auf eine Kostensenkung. Durch diese Übernahme spart sich das Unternehmen die Kosten für die Marge an den Produkten des Zulieferers.
  5. Konkurrenz eliminieren
    Ein weiterer möglicher Grund ist das eliminieren von zukünftigen Konkurrenten, um so den eigenen Marktanteil zu erhöhen. Das Risiko hierbei liegt darin, dass die Shareholder meistens einen sehr hohen Preis für diese Art von Transaktionen fordern.

Beratung bei M&A-Transaktionen

Unternehmensverkäufe sind Transaktionen, bei denen der Käufer die Mehrheit oder sogar alle Anteile an einem Unternehmen erwirbt. Dabei kann die Zahlung des Kaufpreises entweder mit Geld oder mit Unternehmensanteilen des kaufenden Unternehmens gezahlt werden.

Dies birgt aber auch große Risiken. Bei einer Unternehmensveräußerung kommt es oft zu Komplikationen, die zu einer erheblichen Verzögerung der Transaktion führen oder zum kompletten Abbruch der Verhandlungen.

Besonders für unerfahrene Käufer und Verkäufer ist eine Beratung beim Unternehmensverkauf sehr wichtig. So eine Beratung kann den Erfolg der Transaktion nicht garantieren, da auch noch externe Faktoren eine große Rolle spielen, jedoch kann sie die Chancen auf einen Erfolg deutlich erhöhen.

Die Berater betreuen dabei den ganzen Prozess. Die Beratung beim Unternehmensverkauf ist dabei genauso wichtig wie beim Unternehmenskauf. Der Berater kann beim Firmenverkauf eine Bewertung des Unternehmens durchführen, die dann als Kaufpreisverhandlungsbasis genutzt werden kann. Außerdem unterstützen die Berater bei der Suche nach potentiellen Käufern und helfen bei der ganzen Abwicklung des Prozesses, zum Beispiel dem M&A-Vertrag. Das ist ein großer Vorteil, wenn man Bedenkt wie viele Parteien außer den potentiellen Käufern und dem Verkäufer in so einen Prozess eingebunden werden (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, bei Familienunternehmen Familienangehörige, …).

M&A Prozess Phasen

Der M & A Prozess erfolgt in mehreren Phasen. Nach einem Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf mit einem Vertrag, der schon unterschrieben ist, ist es ein langer Weg bis zum vollständigen Abschluss der Transaktion. Außerdem bestehen Unterschiede in den einzelnen Phasen für den Käufer und den Verkäufer. Zum Beispiel hat der Käufer nichts mit der Vorbereitungsphase zu tun und der Verkäufer wiederum nichts mit der Integrationsphase.

Eine M&A-Transaktion kann aus folgenden Phasen bestehen:

  1. Vorbereitungsphase
    Bei der Vorbereitungsphase bereitet der Verkäufer zusammen mit dem Berater alle notwendigen Dokumente für die späteren Phasen vor. Eines dieser Dokumente ist zum Beispiel die Vertraulichkeitserklärung der Kaufinteressenten. Außerdem wird die Strategie festgelegt und eine Liste von möglichen Interessenten erstellt. Ein sehr wichtiger Schritt in dieser Phase ist die Vorbereitung von einem virtuellen Datenraum.
  2. Bewertung- und Marketingphase
    Bei einem Unternehmensverkauf ist die Bewertung genauso wichtig, wie bei einem Unternehmenskauf, um einen realistischen Preis festzustellen, den man als Argument bei den Preisverhandlungen nutzen kann. Die Bewertung beim Unternehmensverkauf beinhaltet im Vergleich zu der Bewertung aus der Käufersicht, nicht den Wert, den das kaufende Unternehmen bereit ist mehr zu zahlen, aufgrund von Synergien oder strategischen Plänen.
    Außerdem werden in dieser Phase mögliche Käufer kontaktiert, denen das zu verkaufende Unternehmen kurz vorgestellt wird. Beide Seiten unterzeichnen hierbei ein Verschwiegenheitserklärung, in der sich beide Seiten verpflichten, dass die Informationen, die zwischen diesen beiden Seiten ausgetauscht werden, nicht an Dritte weitergereicht werden dürfen.
  3. Due Diligence Phase
    Nach der zweiten Phase ist dem Verkäufer klar, welche potentiellen Käufer ein ernsthaftes Interesse an einem Kauf haben. In dieser Phase ermöglicht der Verkäufer den Interessenten den Einblick in unternehmensinterne Dokumente, wie zum Beispiel Jahresabschlüsse, Verträge, usw. Diese Dokumente werden von der Käuferseite mit Unterstützung von Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, usw. gründlich geprüft.
    Nach einer bestimmten Frist, geben dann die Interessenten eine verbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent) ab, die das Interesse des Interessenten an der Aufnahme von Verhandlungen bestätigt.
  4. Verhandlungsphase und Abschluss
    In dieser Phase werden der Firmenverkauf und der Vertrag abgeschlossen. Diese Phase kann sich jedoch ziemlich lange ziehen (in der Regel 1-2 Monate) und obwohl es nur um Details geht, kann es passieren, dass die Transaktion in dieser Phase scheitert.
    Wenn das höchste Gebot ermittelt wurde, fangen die Verhandlungen erst richtig an. Jetzt müssen die Details des Geschäfts ausgehandelt werden. Diese Details regeln verschiedene Bereiche der Transaktion, wie zum Beispiel die Finanzierung des Kaufs oder eine Erklärung des Verkäufers, dass er während eines bestimmten Zeitraums kein neues Unternehmen aufbaut, welches dem gekauften Unternehmen konkurrieren wird.
  5. Integration des gekauften Unternehmens
    Wenn das Unternehmen auf den Käufer übergegangen ist, fängt für Ihn die schwierigste Arbeit an. Hier entscheidet sich, ob die Übernahme für den Käufer ein Erfolg wird. Manche Unternehmen scheitern an der Integration, weil sie diese entweder falsch angehen oder sich nicht im Voraus ausreichend auf diesen Schritt vorbereitet haben.

Gründe des Scheiterns bei und nach dem M&A-Prozess

Für das Scheitern einer Transaktion kann es Zahlreiche Gründe geben. Manche von denen hängen mit externen Faktoren zusammen, die nicht beeinflusst oder vorhergesagt werden können. Bei anderen sind es kleinere oder größere Fehler, die einen Deal platzen lassen. Im folgenden werden einige der Gründe beschrieben, die beachtet werden sollten, wenn der Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf ein Erfolg werden soll:

  • Die Eigentümer sollten immer ein Teil des Verkaufsprozesses sein. Es allein der Geschäftsführung zu überlassen kann ein Fehler sein. Es ist empfehlenswert den Deal als Eigentümer zusammen mit Beratern zu machen.
  • Theorie ist nicht gleich Praxis. Was auf dem Papiergut aussieht, heißt nicht, dass es in der Praxis funktionieren wird.
  • Die Post-Merger-Integration ist ein wichtiger Bestandteil des M&A-Prozesses. Wenn diese im Voraus nicht richtig geplant und vorbereitet wird, kann der Unternehmenskauf zu erheblichen Verlusten für den Käufer führen.
  • Kulturelle Integration kann ein zusätzliches Problem darstellen. Zwar mag alles gut vorbereitet und im Voraus ausgerechnet worden sein, die Kultur eines Unternehmens ist nicht so einfach zu ändern. In Cross-Border-Transaktionen ist dieser Effekt noch stärker und sollte nicht vernachlässigt werden.
  • Kapazität des Käufers die Integration durchzuführen – sind genügend Ressourcen vorhanden? Wurden die Mengen an Zeit, Arbeitsaufwand und Geld, welche notwendig sind, um das Unternehmen zu integrieren, bedacht? Wenn nicht, kann die Transaktion schnell zum Flop werden.
  • Eine Transaktion kann aufgrund von schlechter Vorbereitung auf beiden Seiten, während der Verhandlungen scheitern. Das bringt teilweise sehr hohe Kosten mit sich, da die Berater unabhängig von dem Erfolg des Deals bezahlt werden müssen.
  • Externe Faktoren, wie eine Rezession oder unerwartete Marktschwankungen, die oft nicht vorhersehbar sind, können dem Käufer, wie auch dem Verkäufer Probleme bereiten.
  • Viele Unternehmen bedenken nicht die Alternativen zu einem Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf. Manchmal ist es günstiger und einfacher in die eigene Forschung und Entwicklung zu investieren.

Es ist immer gut eine Strategie zu haben, wie man Verluste oder weitere Verluste verhindern kann. Viele Unternehmen haben diese Strategien aber nicht, was das Risiko des Scheiterns deutlich erhöht.